F&EF&E

Aufbauend auf die Erfahrung in der Durchführung von Projekten im F&E-Bereich für unsere Kunden, entschied sich die DBE, eine Abteilung für Forschung und Entwicklung zu gründen. Im Jahr 2014 gründeten wir eine interne Forschungs- und Entwicklungsabteilung, zu deren Chef Przemysław Kurylas berufen wurde, der hauptsächlich in folgenden Bereichen tätig ist: Entwicklungsarbeiten in der elektronischen Messtechnik, Untersuchungen zur Energieeffizienz technologischer Prozesse, Untersuchungen zur Diagnostik von Maschinen und Anlagen (DiagSys).

Ein wichtiger Zeitpunkt in der F&E-Historie der Abteilung war der 22. Juni 2016, denn an diesem Tag wurde der Vertrag mit dem Nationalen Zentrum für Forschung und Entwicklung (NCBiR) unterzeichnet, der die finanzielle Förderung der Entwicklungsarbeiten im Rahmen des Projekts "Entwicklung eines innovativen Diagnostiksystems für Antriebe (DiagSys), basierend auf elektrischen Messungen von Signalen, die für mechanische Beschädigungen der Komponenten umlaufender Maschinen charakteristisch sind, inklusive Entwicklung eines Spezialanalysators des Betriebszustandes und der Kapazität von Maschinen (APPS 3)" umfasst.

Finanziert wird dieses Projekt im Rahmen des Operationellen Programms Intelligentes Wachstum 2014-2020, Submaßnahme 1.1.1. "Industrielle Forschungs- und Entwicklungsarbeiten von Unternehmen". Wettbewerbs-Nr.: 1/1.1.1/2015. Projektwert: 1 439 523,34 EUR. Fördermittel: 898 235,21 EUR.

Im Rahmen der F&E-Arbeiten wird ein neues Produkt ausgearbeitet, das zur Diagnostik umlaufender Maschinen (Motoren und komplette Antriebsbaugruppen) dient, die in industriellen Produktionsprozessen eingesetzt werden (DiagSys System) und das auf der Ausnutzung von Messungen im Bereich elektrischer Energietechnik und dem Onlinezugriff auf eine Expertendatenbank basieren wird.

Die Diagnostik umlaufender Maschinen ist eine wichtige Thematik aus der Sicht:

  • der Betriebskontinuität,
  • der Kosten von Stillstandszeiten,
  • des Risikos des Verlustes der Märkte und Geschäftspartner infolge nicht geplanter Stillstandszeiten,
  • der Kosten für die Störungsbeseitigung und Reparaturen,
  • des Energieverbrauchs durch falsch arbeitende Maschinen,
  • der Umwelt, da man durch die Kontrolle der Effektivität des Betriebs der Maschinen geringere Emissionen und eine saubere Umwelt erzielen kann,
  • der Kosten der Diagnostik an sich.

Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines Systems zur Ferndiagnostik von Antriebsanlagen in Industrieprozessen. Das System wird zwei Kernaufgaben erfüllen:

  • die Kontrolle des Betriebs der Maschinen, die Vorbeugung von Maschinenstörungen und deren schnelle Beseitigung (die Kosten von Störungen liegen durchschnittlich in einem Intervall von mehreren Hunderttausend bis mehreren Millionen Zloty für jeden Tag der Betriebsunterbrechung eines mittelständischen oder großen Unternehmens in Polen),
  • die Reduzierung des Energieverbrauchs (auf die Industrie entfällt 41 % des Verbrauchs an elektrischer Energie weltweit, in Polen entfällt auf die Industrie 24 % des Verbrauchs an elektrischer Energie und dieser Anteil nimmt zu, in der Industrie entfallen 70 % des Verbrauchs an elektrischer Energie auf Antriebe - DiagSys reduziert den Verbrauch im Bereich von 0,9-7,5 %).

Grundlegende Vorteile von DiagSys sind:

  • die Kosten des Systems sind niedriger als die Kosten der derzeit eingesetzten vibroakustischen und thermografischen Untersuchungen,
  • die Durchführung permanenter Online-Messungen - kontinuierliche Überwachung des Maschinenbetriebs,
  • das Eliminieren einer erforderlichen Datenbewertung durch einen Experten dank des Einsatzes einer intelligenten Datenbank,
  • die Möglichkeit der Inanspruchnahme von Online-Expertenberatung,
  • die mögliche Einbindung in die Automatik von Ausführungsanlagen - Prüfung der Kapazität eines Produktionsprozesses.

Das Funktionsprinzip des Geräts basiert auf der Analyse des Laststroms der Maschinen, der Daten über mechanische Komponenten überträgt. Man kann sagen, dass unser Diagnosesystem den kompletten Umfang vibroakustischer Untersuchungen auf der Basis von Stromsignalen ausführt, aber gleichzeitig ermöglicht, dass man die Betriebskosten von Maschinen im Störungsfall vollkommen im Griff hat. Der Einbau des Geräts ähnelt der Installation eines Energiequalitätsanalysators. Das Gerät kann ortsunabhängig von der geprüften Maschine im Versorgungspfad installiert werden, ohne dass eine Einbindung unmittelbar in das Antriebssystem erforderlich ist. Dank des stark funktionalitätsorientierten Ansatzes soll das Gerät einfach und intuitiv handhabbar und anwendungsfreundlich sein - auch für Personen ohne detaillierte Vorkenntnisse in der Durchführung von Diagnoseuntersuchungen. Das mobil einsetzbare Gerät macht es möglich, Prüfungen an mehreren Maschinen gleichzeitig durchzuführen.

Die Datenbank, mit der das Gerät bei der Durchführung der Diagnostik kommuniziert, verfügt über mehrere Millionen Einträge zu den in der Industrie anzutreffenden Störereignissen. Dadurch kann der Analysator ohne Maschinenlernen der diagnostizierten Anlagen nach Trendaufzeichnungen arbeiten und ebenfalls das Betriebsverhalten von Anlagen überprüfen, die er zum ersten Mal analysiert.

TätigkeitsbereichWir arbeiten mit Energie auf der ganzen Welt

Wir führen Energieeffizienzaudits in mittleren und großen Industriebereichen durch und erreichen so eine echte Reduzierung des Energieverbrauchs für unsere Kunden. Bisher wurden nach den Entwürfen unseres Teams Modernisierungen mit Gesamtkosten von über 580 Mio. EUR durchgeführt, wodurch der Energieverbrauch um mindestens 3,9 TWh gesenkt und über 170 Mio. EUR eingespart werden konnten.

Wir arbeiten mit Energie auf der ganzen Welt

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